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Was bedeutet Hörverlust?

Über 5% der Weltbevölkerung - 360 Millionen Menschen - leiden unter signifikanten Hörschäden. Dies liegt vor, wenn der Hörverlust mehr als 40 Dezibel bei Erwachsenen, und 30 Dezibel bei Kindern auf dem besser hörenden Ohr beträgt. Ein Großteil der Menschen mit massiven Hörschäden lebt in Ländern mit vergleichsweise niedrigen bis mittleren Einkommensverhältnissen.

 

Was tun gegen Hörverlust?

Eine frühe Diagnosenstellung und eine entsprechend frühe Intervention ist essentiell für die Entwicklung und die schulische Laufbahn eines Kindes. Gerade bei Babys und Kleinkindern mit Hörverlust kann eine frühe Erkennung durch ein sog. Neonatales Hörscreening die Sprachentwicklung und die weitere Schulbildung deutlich verbessern. Menschen mit Hörverlust können von Hörhilfen wie Hörgeräten, Cochlea Implantaten und anderen Hörsystemen sowie von Sprachtherapie, postoperativer Rehabilitation und anderen nachsorgenden Maßnahmen profitieren. Die weltweite Produktion von Hörhilfen deckt jedoch noch nicht einmal 10% des weltweiten Bedarfs und lediglich 3% der Bedürfnisse in Entwicklungsländen. Auch das mangelnde Angebot von Diensten wie Anpassung und Wartung der Geräte, sowie ein unzureichendes Angebot an Batterien stellt eine Herausforderung für Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen dar. Die Herstellung von gut passenden, erschwinglichen Hörgeräten und Cochlea Implantaten und das Angebot der passenden Nachsorge soll vielen Menschen mit Hörverlust weltweit zu einer fairen Chance verhelfen.

 

Hörverlust betrifft alle Altersklassen

Von den 360 Millionen Menschen, die unter schwerem Hörverlust leiden, sind 328 Millionen Erwachsene und 32 Millionen Kinder. Tatsächlich sind etwa ein Drittel der Menschen über 65 von signifikanten Hörschäden betroffen. Diese übermässige Prävalenz in dieser Altersgruppe ist am deutlichsten in Süd Asien, im Raum Asien-Pazifik und südlich der Sahara in Afrika.

Quelle: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs300/en/

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